Ein schichtet zwei Terzen übereinander. Setz noch eine Terz obendrauf, und du bekommst einen Akkord aus vier Tönen, einen Vierklang: den Septakkord, denn der neue Ton ist die Septime über dem Grundton. Septakkorde klingen voller, und du hörst sie überall in Jazz, Blues, Soul und Pop.
Welcher Septakkord entsteht, hängt vom Dreiklang ab und von der Größe der Septime. Eine große Septime liegt 11 Halbtöne über dem Grundton, eine kleine Septime 10 und eine verminderte Septime 9.
| Akkord | Name | Formel | Töne | Abspielen |
|---|---|---|---|---|
| Cmaj7 | großer Septakkord | 1 3 5 7 | C E G B | |
| C7 | Dominantseptakkord | 1 3 5 ♭7 | C E G B♭ | |
| Cm7 | Moll-Septakkord | 1 ♭3 5 ♭7 | C E♭ G B♭ | |
| Cm7♭5 | halbverminderter Septakkord | 1 ♭3 ♭5 ♭7 | C E♭ G♭ B♭ | |
| C°7 | verminderter Septakkord | 1 ♭3 ♭5 𝄫7 | C E♭ G♭ B𝄫 |
Auf deutschen Leadsheets steht für Cmaj7 oft auch Cj7, manchmal mit einem Dreieck: CΔ7. Gemeint ist immer derselbe große Septakkord.
Der (C7) ist ein Dur-Dreiklang mit kleiner Septime. Wenn jemand einfach „C7“ sagt (gesprochen „C sieben“), ist er gemeint. Sein Name kommt von der 5. einer Tonart, der Dominante, denn dort kommt er in Dur leitereigen vor (C7 gehört also zu F-Dur, nicht zu C-Dur). Die Septime des verminderten Septakkords schreibt man B𝄫 (auf Deutsch „Heses“), nicht A: Sie ist der siebte Stammton ab C (B), doppelt erniedrigt.
Schichte wieder jeden zweiten Ton der C-Dur-Tonleiter, diesmal aber vier Töne, und du bekommst die Septakkorde der Tonart. Auch hier ist das Muster in jeder Dur-Tonart gleich:
Großgeschriebene mit maj7 sind große Septakkorde, kleingeschriebene mit 7 Moll-Septakkorde. Nur ein Akkord der Tonart ist ein Dominantseptakkord: der auf der V. Stufe, V7. Das ø auf der vii bedeutet halbvermindert (m7♭5): ein verminderter Dreiklang mit einer gewöhnlichen kleinen Septime obendrauf statt einer verminderten.
G7 enthält B und F. Diese beiden Töne liegen einen auseinander (sechs Halbtöne), ein besonders spannungsreiches, instabiles Intervall. Beide wollen sich auflösen, also zu einem ruhigen, stabilen Ton weitergehen: B einen Halbton hinauf zu C, F einen Halbton hinab zu E. (B ist der Leitton der Tonart: der Ton direkt unter dem Grundton, der zu ihm hinaufdrängt.) C und E gehören zum C-Dur-Akkord, also drängt G7 die Musik fast zwangsläufig zurück nach C. In Funktionen: Die Dominante führt zur Tonika (D7 → T).
Hör zu. Hier wird der C-Akkord als G C E gespielt, damit sich die Töne so wenig wie möglich bewegen: Der Tritonus löst sich auf, B steigt zu C, F fällt zu E, und G bleibt liegen. (Wenn ein anderer Ton als der Grundton unten liegt, spricht man von einer Umkehrung: darum geht es in der nächsten Lektion.)
Viele Septakkorde haben einfache offene . Auch gibt es als Septakkord. In der E-Form setzt du den oberen Grundton (die Oktave auf der D-Saite) zwei Bünde tiefer, also Richtung Sattel: So wird daraus ein 7- oder m7-Akkord; einen Bund tiefer ergibt maj7. In der A-Form machst du dasselbe mit dem Grundton auf der G-Saite.