Akkorde auf der Gitarre

Auf der Gitarre spielst du einen mit einem Griff (auch Griffform genannt): der Form, die deine Greifhand auf dem Griffbrett bildet, wobei jeder Finger eine Saite in einem herunterdrückt. Diese Seite zeigt die wichtigsten Griffe und wie sie zusammenhängen.

Ein Griffbild lesen

Jeder Griff wird als Griffbild gezeichnet, als kleines Bild des Griffbretts:

  • Die Saiten verlaufen von links nach rechts, die tiefste Saite unten, wie auf dem Griffbrett.
  • Die Zahlen unter dem Griffbild sind die Bundnummern.
  • Die Zahlen in den Punkten sind der Fingersatz: 1 = Zeigefinger, 2 = Mittelfinger, 3 = Ringfinger, 4 = kleiner Finger.
  • Dieselbe Fingernummer auf mehreren Saiten bedeutet, dass ein Finger flach über ihnen liegt (ein Barré).
  • Ein ausgefüllter Punkt ist der des Akkords. Ein heller Kreis ganz links ist eine .
  • Grundtöne auf Leersaiten erscheinen als helle Kreise, nicht ausgefüllt.
  • × bedeutet „diese Saite nicht spielen“.

In vielen deutschen Gitarrenschulen und Songbooks stehen Griffbilder hochkant: die Saiten senkrecht, der Sattel oben, die tiefe E-Saite links. Hier liegen sie quer, so wie du das Griffbrett siehst, wenn du beim Spielen auf deine Gitarre schaust. Die Griffe sind dieselben.

Offene Akkorde

Die ersten Akkorde, die die meisten Gitarristen lernen, sind offene Akkorde: Griffe in den ersten drei Bünden, nah am Kopf der Gitarre, bei denen einige Saiten leer mitklingen. Sie sind leicht zu greifen und klingen schön voll. Drück auf Abspielen, um jeden einmal anzuschlagen.

E
O
1
2
3
4
A
O
1
2
3
4
D
O
1
2
3
4
G
O
1
2
3
4
C
O
1
2
3
4
Em
O
1
2
3
4
Am
O
1
2
3
4
Dm
O
1
2
3
4

Barrégriffe

Offene Griffe gibt es nur für wenige Akkorde. Ein Barrégriff verschiebt eine offene Griffform am Hals zu den höheren Bünden: Dein Zeigefinger liegt flach über den Saiten und übernimmt die Rolle des Sattels, der Leiste am Kopfende des Halses, über die die Saiten laufen.

Damit der Zeigefinger frei wird, greifst du die E-Form mit den Fingern 2, 3 und 4 statt mit 1, 2 und 3. Dann schiebst du sie zu den höheren Bünden: Jeder Bund ist ein , also wird die E-Form im 1. Bund zu F, im 2. Bund zu F♯ und so weiter. Die A-Form funktioniert genauso, mit dem Grundton auf der A-Saite. Ihr Barré deckt fünf Saiten ab, und die tiefe E-Saite wird nicht gespielt.

F: Barrégriff in E-Form
O
1
2
3
4
B♭: Barrégriff in A-Form
O
1
2
3
4

Die CAGED-Griffformen

Die offenen Akkorde C, A, G, E und D lassen sich alle als Barrégriffe zu den höheren Bünden verschieben. Daher kommt der Name CAGED. Spielst du alle fünf Griffformen für denselben Akkord, schließen sie am Hals lückenlos aneinander an wie Puzzleteile. So kannst du jeden Dur-Akkord an fünf Stellen spielen.

Vom offenen C-Akkord aus den Hals hinauf: A-Form im 3. Bund, G-Form im 5. Bund, E-Form im 8. Bund, D-Form im 10. Bund und wieder die C-Form im 12. Bund. Hier ist C-Dur in allen fünf Griffformen, in dieser Reihenfolge:

C: A-Form
O
1
2
3
4
5
C: G-Form
O
5
6
7
8
C: E-Form
O
8
9
10
11
C: D-Form
O
10
11
12
13
C: C-Form
O
12
13
14
15

Das Griffbrett-Werkzeug zeigt die offenen und die CAGED-Griffe für jeden Dur- und Moll-Akkord (Akkorde, Ansicht „Griffe“) und wie die CAGED-Griffformen zusammenhängen.

Welchen Griff soll ich nehmen?

  • Offene Griffe klingen voll und offen; nimm sie, wenn es geht.
  • Barrégriffe klingen kompakter und funktionieren für jeden Akkord.
  • Wenn du Akkorde nacheinander spielst (Akkordfolgen kommen bald), wähle Griffe, die nah beieinander liegen, damit deine Hand kaum wandern muss.
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